Pedanius Dioscorides,
De Materia Medica — Book IV
(c/40)
“ Ein Essignäpfchen voll mit gemischtem Wein angerührt purgirt durch Abfahren des Wässerigen; sie bewirken aber ein mässigeres Purgiren, wenn sie gekochten Linsen oder zerriebenen Gemüsen zugesetzt werden. Fein gestossen und mit dem Saft der unreifen Traube gemischt werden sie zu Brödchen geformt und aufbewahrt. Für den Magen ist die Pflanze nicht gut; im Zäpfchen eingelegt tödtet sie den Embryo. Sie wächst in bergigen und rauhen Gegenden. Diejenigen irren übrigens, welche glauben, das knidische Korn sei die Frucht von Chamelaia, sie lassen sich täuschen durch die Aehnlichkeit der Blätter. ”
